Denkstaettenkuratorium NS Dokumentation Oberschwaben
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Campus Weiße Rose

Galerie der Aufrechten

Die „Galerie der Aufrechten“ ist ein Projekt, das vom Studentenwerk Weiße Rose e.V. (mit Sitz in Weingarten) getragen wird. Es ist vom Denkstättenkuratorium NS-Dokumentation Oberschwaben unter Federführung von Prof. Dr. Wolfgang Marcus initiiert worden.


Die Galerie besteht momentan aus rund 60 Porträts von Menschen des Widerstands gegen die NS-Gewaltherrschaft und von Opfern des NS-Regimes. Diese Menschen stehen etwa zur Hälfte durch Herkunft oder Tätigkeit in Bezug zum deutschen Südwesten, zur anderen Hälfte stammen sie aus dem gesamten damaligen Reichsgebiet. Dadurch setzt die Ausstellung einen Schwerpunkt auf Regionalität und erreicht gleichzeitig einen hohen Grad an Repräsentativität für den NS-Widerstand insgesamt.


28 Künstlerinnen und Künstler haben sich in ihren Werken den Menschen des Widerstands genähert, um Empathie zu wecken und die biographische Vielschichtigkeit der Unangepassten darzustellen.


Im deutschen Südwesten lagen zwar weder die Kommandozentralen der Nationalsozialisten noch die großen innerdeutschen Konzentrationslager. Hier begann aber in Grafeneck die Vernichtung menschlichen Lebens. Gleichzeitig gab es hier den vielgestaltigsten Widerstand – von Attentätern, Christen und Juden, von den Studenten der Weißen Rose, von Rettern, von geistigen Vordenkern und Pädagogen, von Menschen aus dem politischen und militärischen Bereich, von Arbeitern und Gewerkschaftlern.


Dazu kommen – speziell aus Oberschwaben – bisher unbekannte Menschen aus verschiedenen Gruppen von Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Christoph Probst von Marlis Glaser

Friedrich Adler

Jüdisches Widerstehen

* 1978
✝ 1942

Künstler
Herrmann Schenkel

Alois Andritzki

Christlicher Widerstand

* 1914
✝ 1943

Künstlerin
Almut-Sophia Zielonka

Hannah Arendt

Geistiger Widerstand

* 1906
✝ 1975

Künstlerin
Rebecca Marent

Leihgabe Freundeskreis des Hannah Arendt Instituts

Leo Baeck

Jüdisches Widerstehen

* 1873
✝ 1956

Künstlerin
Marlis Glaser

Naphtali Berlinger

Jüdisches Widerstehen

* 1876
✝ 1943

Künstlerin
Marlis Glaser

Eugen Bolz

Politischer Widerstand

* 1881
✝ 1945

Künstler
Rudolf Kurz

Leihgabe Diözese Rottenburg-Stuttgart

Auguste Bonal

Opfergruppe Todesmarsch

* 1898 
✝ 1945

Künstlerin
Kathrin Landa

Dietrich Bonhoeffer

Christlicher Widerstand

* 1906
✝1945

Künstlerin
Medhthild Mansel

Martin Buber

Geistiger Widerstand

* 1878
✝ 1965

Künstlerin
Marlis Glaser

Alfred Delp

Christlicher Widerstand

* 1881
✝ 1945

Künstler
Rudolf Kurz

Alois Dempf

Geistiger Widerstand

* 1891
✝ 1982

Künstlerin
Sigrun C. Schleheck

Leihgabe Markt Altomünster

Simon Dubnow

Geistiger Widerstand

*1860
✝1941

Künstlerin
Berit Mücke

Hans David Elkan

Jüdisches Widerstehen

* 1900
✝ 1944

Künstlerin
Marlis Glaser

Georg Elser

Arbeiterwiderstand

* 1903
✝ 1945

Künstler
Clemens Hövelborn

Leihgabe Kunstsammlung Bodenseekreis

Fridolin Endraß

Arbeiterwiderstand

* 1893
✝ 1940

Künstler
Dominik Zehle

Leihgabe Kunstsammlung Bodenseekreis

Anna Essinger

Rettungswiderstand

*1879
✝1960

Künstler
Hermann Schenkel

Reinhold Frank

Politischer Widerstand

* 1896
✝ 1945

Künstler
Eckhard Fröschlin

Leihgabe Kunstsammlung Landkreis Sigmaringen

Mordechai Gebirtig

Jüdisches Widerstehen

* 1877
✝ 1942

Künstler
Hartmut R. Berlinicke

Carl Friedrich Goerdeler

Politischer Widerstand

* 1884
✝ 1945

Künstlerin
Almut-Sophia Zielonka

Mirtek Grabowski

Opfergruppe Zwangsarbeiter

*1918
✝1941

Künstler
Roland Wilhelm Schmitt

Leihgabe Kunstsammlung Landkreis Sigmaringen

Willi Graf

Weiße Rose

* 1918
✝ 1943

Künstlerin
Mechthild Mansel

 


Maria Grollmuß

Christlicher Widerstand

* 1896
✝ 1944

Künstler
Hans Kutschke

Paul Grüninger

Rettungswiderstand

* 1891
✝ 1972

Künstlerin
Rebecca Marent

Leihgabe der Grünen Bildungswerkstatt Vorarlberg

Romano Guardini

Geistiger Widerstand

*1885
✝1958

Künstlerin
Sigrun C. Schleheck

Familie von Haeften

Militärischer Widerstand

 

Mutter Agnes: * 1869, ✝ 1945

Sohn Hans-Bernd: * 1905, ✝ 1944

Sohn Werner: * 1908, ✝ 1944

Künstlerin
Rebecca Marent

Kurt Hahn

Geistiger Widerstand

* 1886
✝ 1974

Künstlerin
Renata Jaworska - VG Bild Kunst

Leihgabe Schule Schloß Salem

Otto Hirsch

Jüdisches Widerstehen

* 1885
✝ 1941

Künstlerin
Marlis Glaser

Kurt Huber

Weiße Rose

* 1893
✝ 1943

Künstlerin
Marlis Glaser

Leihgabe Karl-Orff-Stiftung

Franz Klauser

Opfergruppe Homosexuelle

*1907
✝1944

Künstlerin
Sigrun C. Schleheck

Leihgabe Kunstsammlung Bodenseekreis

Maximilian Kolbe

Rettungswiderstand

* 1894
✝ 1941

Künstler
Harald Herrmann

Leihgabe des Erzbischöflichen Ordinariats Freiburg. Aufnahme Christoph Hoppe.

Janusz Korczak

Jüdisches Widerstehen

* 1878
✝ 1942

Künstler
Jakob Steiger

Julius Leber

Politischer Widerstand

* 1891
✝ 1945

Künstler
Clemens Hövelborn

Hans Conrad Leipelt

Weiße Rose

*1921
✝1945

Künstlerin
Mechthild Mansel

Michael Lerpscher

Christlicher Widerstand

* 1905
✝ 1940

Künstler
Nikolaus Mohr

Leihgabe Diözese Augsburg

Wilhelm Leuschner

Arbeiterwiderstand

* 1890
✝ 1944

Künstler
Clemens Hövelborn

Hermann Levinger

Opfergruppe Suicidanten

* 1865
✝ 1944

Künstlerin
Sigrun C. Schleheck

Leihgabe Kunstsammlung Bodenseekreis

Hermann Liebmann

Politischer Widerstand

*1882
✝1935

Künstlerin
Wiebke Herrmann

Leihgabe Kunstsammlung SPD Fraktion des Sächsichen Landtags

Getrud Luckner

Rettungswiderstand

* 1900
✝ 1995

Künstler
Harald Herrmann


Leihgabe des Erzbischöflichen Ordinariats Freiburg. Aufnahme Christoph Hoppe.

Hermann Maas

Christlicher Widerstand

* 1877
✝ 1970

Künstler
Felix Emmelmann

Max Joseph Metzger

Christlicher Widerstand

* 1887
✝ 1944

Künstler
Dieter Groß


Leihgabe des Erzbischöflichen Ordinariats Freiburg. Aufnahme Christoph Hoppe.

Franz Moos

Jüdisches Widerstehen

*1873
✝1944

Künstler
Lothar Bechtle

Felix Nussbaum

Jüdisches Widerstehen

* 1904
✝ 1945

Künstler
Hartmut R. Berlinicke

Hans Oster

Militärischer Widerstand

* 1887
✝ 1945

Künstler
Tina Wohlfarth

Leihgabe des Militärhistorischen Museums Dresden - Bild: Andrea Ulke

Christoph Probst

Weiße Rose

* 1919
✝ 1943

Künstlerin
Marlis Glaser

Karl-Hermann Reinmuth

Christlicher Widerstand

* 1902
✝ 1942

Künstler
Hans Kutschke

Paul Richter

Christlicher Widerstand

*1894
✝1942

Künstler
Herbert Franz

Hugo Rosenthal (Joseph Jashuvi)

Jüdisches Widerstehen

*1887
✝1980

Künstler
Hermann Schenkel

Karl Rueff

Opfergruppe T4

* 1892
✝ 1940

Künstlerin
Kathrin Landa

Josef Ruf

Christlicher Widerstand

* 1905
✝ 1940

Künstler
Nikolaus Mohr

Leihgabe Kunstsammlung Diözese Rottenburg-Stuttgart

Max Sachs

Politischer Widerstand

* 1883
✝ 1935

Künstlerin
Almut-Sophia Zielonka

Alexander Schmorell

Weiße Rose

*1917
✝1943

Künstlerin
Marlis Glaser

Paul Schneider

Christlicher Widerstand

* 1897
✝ 1939

Künstlerin
Léonie Wedel

Leihgabe Pfarrer-Paul-Schneider-Gesellschaft

Hans Scholl

Weiße Rose

* 1928
✝ 1943

Künstler
Marlis Glaser

Sophie Scholl

Weiße Rose

* 1921
✝ 1943

Künstler
Nikolaus Mohr

Leihgabe Kunstsammlung Landkreis Sigmaringen

Georg Schwarz

Arbeiterwiderstand

*1896
✝1945

Künstlerin
Berit Mücke

Leihgabe Kunstsammlung Diözese Rottenburg-Stuttgart

Bischof Johannes Baptista Sproll

Christlicher Widerstand

*1870
✝1942

Künstler
Hubert Kaltenmark

Leihgabe Kunstsammlung Diözese Rottenburg-Stuttgart

Claus Schenk Graf von Stauffenberg

Militärischer Widerstand

* 1907
✝ 1944

Künstlerin
Sigrun C. Schleheck

Edith Stein

Christlicher Widerstand

* 1891
✝ 1942

Künstlerin
Mechthild Mansel

Richard Teichgräber

Arbeiterwiderstand

* 1884
✝ 1945

Künstlerin
Kathrin Landa

Elisabeth von Thadden

Christlicher Widerstand

*1890
✝1944

Künstlerin
Johanna Hager

Ravensburger Sinti vom Ummenwinkel

Opfergruppe Sinti und Roma

Künstlerin
Marlis Glaser

Leihgabe Stadt Ravensburg

Raphael Walzer

Christlicher Widerstand

* 1888
✝ 1966

Künstler
Nikolaus Mohr

Leihgabe Kloster Beuron

Gruppen

Um die Vielfältigkeit des Widerstands deutlicher zu machen, haben wir die Ausstellung in verschiedene Gruppen unterteilt. Mehr Informationen zu den Gruppen finden Sie hier:

Menschen des christlichen Widerstands

Zu den hier gezeigten Menschen des christlichen Widerstands gehören Amtsträger und Laien beider christlicher Konfessionen, Nonnen und Mönche, radikale Pazifisten. Sie stammten oft aus christlich orientierten Elternhäusern oder besonders stark kirchlich geprägten Regionen.


Es stärkte sie der Zusammenhalt mit Gleichgesinnten in Vereinigungen wie dem Pfarrernotbund und der Bekennenden Kirche, dem katholischen Bund Neudeutschland, der Christkönigsgesellschaft, dem Internationalen Versöhnungsbund, katholischen Orden und Freundeskreisen. Manche von ihnen pflegten auch Kontakte zu anderen Widerstandsgruppen.


Diese Menschen verteidigten die Freiheit des Glaubens und der Kirche gegen den totalitären Herrschaftsanspruch des Nationalsozialismus, lehnten die rassistische, militaristisch-nationalistische NS-Ideologie als unvereinbar mit christlichen Werten ab, engagierten sich für Verfolgte, nahmen Stellung gegen Verfolgung und Euthanasie, verweigerten den Kriegsdienst. Sie folgten ihrem Glauben und riskierten dafür ihr Leben.

Menschen des christlichen Widerstands sind:

 

Alois Andritzki

Dietrich Bonhoeffer

Alfred Delp

Maria Grollmuß

Michael Lerpscher

Hermann Maas

Max-Josef Metzger

Karl-Hermann Reinmuth

Paul Richter

Josef Ruf

Paul Schneider

Bischof Johannes Baptista Sproll

Edith Stein

Elisabeth von Thadden

Raphael Walzer

Menschen der Weißen Rose

Die Weiße Rose bezeichnet eine studentische Widerstandsgruppe in München mit den Geschwistern Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Christoph Probst, Willi Graf, Hans-Conrad Leipelt und dem Professor Kurt Huber.
Das Denken dieser jungen Menschen war geprägt von christlichen Prinzipien und der Vorstellung von individueller Freiheit, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit. Sie wollten ihre geistige Unabhängigkeit und Freiheit gegenüber der Uniformierung des Denkens und der nationalsozialistischen Unterdrückung behaupten, lehnten die rassistisch begründete Unmenschlichkeit der Judenverfolgung und der Kriegsführung ab und übten Kritik an der sinnlosen Fortsetzung des Krieges.


Die Mitglieder dieses Freundeskreises verbreiteten ihre Ideen in Flugblättern und durch Parolen auf Häuserfassaden. Keiner von ihnen überlebte.
Die Arbeit der Weißen Rose München wurde auf Initiative des Studenten Hans Conrad Leipelt von einem Kreis aus studentischen Freunden und Familienmitgliedern in Hamburg unter dem Motto: „Und ihr Geist lebt trotzdem weiter“ fortgeführt. Man spricht heute in der Forschung von der „Weißen Rose Hamburg".

Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose:

Willi Graf

Professor Kurt Huber

Hans-Conrad Leipelt

Christoph Probst

Hans Scholl

Sophie Scholl

Alexander Schmorell

 

 



Menschen des Rettungswiderstands

Unter Rettungswiderstand versteht man den Widerstand von Soldaten, Polizisten, von Menschen verschiedener Herkunft und Tätigkeit, die als „Judenhelfer“ und „Judenretter“versuchten, verfolgte Menschen – vorwiegend Juden – vor dem Zugriff der Nationalsozialisten zu schützen und zu retten.


Es waren oft „kleine Leute“, die ihren geringen Handlungsspielraum nutzten, um aus menschlichem Anstand, aus menschlicher Solidarität und Nächstenliebe, aus religiöser Überzeugung heraus human zu handeln. Ihre Hilfe bestand z.B. im Gewähren von Unterschlupf, im Beschaffen von Lebensmittelkarten und falschen Papieren und in der Hilfe beim Grenzübertritt ins sichere Ausland.
Der Widerstand dieser Menschen wurde erst in den letzten Jahren mit dem Ausdruck „Rettungswiderstand“ wissenschaftlich richtig gewürdigt. Heute bezeichnet man sie oft als „Helden der Humanität“. Sie selbst bezeichneten ihr Handeln oft als „selbstverständlich“ oder als „aktiven Anstand“. Sie wollten oft nicht, dass man von ihren Taten ein großes Aufheben machte.

Menschen des Rettungswiderstand sind:


Anna Essinger

Paul Grüninger

Maximilian Kolbe

Gertrud Luckner

Menschen jüdischen Widerstehens

Die Entrechtung, Ausgrenzung und Vernichtung der Juden ließ keinen Raum für Widerstand. Manche Menschen widerstanden aber trotzdem – nämlich der Angst um ihr Leben und damit auch dem Terrorsystem der Nationalsozialisten – und lehnten eine Auswanderung bewusst ab. Bei diesen Menschen handelt es sich oft um Juden in führenden Positionen in ihrer Gemeinde, die aus Verantwortung gegenüber den ihnen anvertrauten Glaubensgenossen und Gemeindegliedern freiwillig bei ihnen blieben, um sie auf dem schweren Weg in die Konzentrationslager und den Tod zu begleiten.


Andere drückten als Künstler ihren Widerstand in ihren Liedern und ihren Bildern aus und bewahrten sich so ihre menschliche Würde und Selbstbestimmung.

Menschen jüdischen Widerstehens sind:


Friedrich Adler

Leo Baeck

Naphtali Berlinger

Hans-David Elkan

Mordechai Gebirtig

Otto Hirsch

Janusz Korczak

Franz Moos

Felix Nussbaum

Hugo Rosenthal (Joseph Yashuvi)

Menschen des geistigen Widerstands

Hierbei handelt es sich um Philosophen, Theoretiker des Judentums, Theologen und Pädagogen, die in ihrer Lehrtätigkeit und in ihren Schriften der NS-Ideologie Menschlichkeit entgegensetzten. Damit gaben sie vielen Menschen – besonders auch der deutschen akademischen Jugend – Orientierung und Halt. So haben beispielsweise Mitglieder der Weißen Rose Schriften von Romano Guardini gelesen.
Durch ihre Schriften und ihr persönliches Verhalten boten diese Menschen des geistig-pädagogischen Widerstands ein Vorbild für das Handeln Intellektueller in einer Diktatur.

Menschen des geistigen Widerstands:


Hannah Arendt

Martin Buber

Alois Dempf

Simon Dubnow

Romano Guardini

Kurt Hahn

Menschen des politischen Widerstands

Zu ihnen gehören Angehörige der konservativ-bürgerlich-christlichen Parteien von der DNVP bis zum Zentrum sowie Mitglieder der SPD und der KPD.
Ihre Ämter reichen vom Stadtverordneten und Oberbürgermeister über Landtags- und Reichstagsabgeordnete bis zu Innenministern und einem Staatspräsidenten.


Gerieten die SPD- und KPD-Politiker durch ihre Aktivitäten – zum Beispiel die Verfolgung staatsfeindlicher rechtsradikaler Bestrebungen schon in der Weimarer Republik - bereits früh in das Fadenkreuz der Gestapo, wurden die Politiker der konservativen Parteien erst im Zusammenhang mit der Verfolgung nach dem 20. Juli 1944 verhaftet.


Die Bedeutung des politischen Widerstands zeigt die Tatsache, dass alle hier gezeigten Politiker ihre Aktivitäten gegen das NS-System mit dem Leben bezahlen mussten.

Menschen des politischen Widerstands sind:


Eugen Bolz

Reinhold Frank

Carl Goerdeler

Julius Leber

Hermann Liebmann

Max Sachs

Menschen des Arbeiterwiderstands

Bei ihnen handelt es sich um einfache Menschen aus der Arbeiterschaft, die klar die Gefährlichkeit des Nationalsozialismus erkannten. Sie waren in der Gewerkschaftsarbeit verwurzelt und verfolgten das Ziel, gewerkschaftliche Strukturen zu erhalten und die Arbeit der von den Nationalsozialisten am 2. Mai 1933 verbotenen Gewerkschaften in der Illegalität fortzuführen. Auch sie wurden alle von den Nazis ermordet.

Menschen des Arbeiterwiderstands sind:


Georg Elser

Fridolin Endraß

Wilhelm Leuschner

Georg Schwarz

Richard Teichgräber

Menschen des militärischen Widerstands

Der Widerstand hoher Offiziere bot die größte Aussicht auf Erfolg bei der Beseitigung Hitlers. Gleichzeitig verlangte er von ihnen einen großen Schritt – den vom Führereid zum Führermord.


Die Beispiele hier zeigen die christliche Verankerung einiger Offiziere, den Widerstand von Anfang an und den Widerstand im Krieg, der in der Ablehnung der verbrecherischen Kriegsführung und der Aussichtslosigkeit der militärischen Gesamtlage begründet war.

Menschen des militärischen Widerstands sind:


Familie von Haeften (Agnes, Hans-Bernd, Werner)

Hans Oster

Claus Schenk Graf v. Stauffenberg

Repräsentanten für die Opfergruppen

Die Region Oberschwaben bietet anschauliche und eindrucksvolle Beispiele für das Leiden der Menschen unter der NS-Herrschaft. Auch hier mündete der nationalsozialistische Rassismus in „Euthanasiemorde“, in die Deportation und Ermordung von Sinti und Roma und in die Hinrichtung von Zwangsarbeitern wegen „Rassenschande“.
Weitere Opfer gab es unter deportierten Zivilisten, in der Gruppe der Homosexuellen und der Zwangsarbeiter, die auf den Todesmärschen noch kurz vor Kriegsende ermordet wurden.

Zu den Opfern gehören auch jene, die sich das Leben nahmen, um sich in ihrer verzweifelten Situation Selbstbestimmung und Würde zu bewahren.

Die Repräsentanten der Opfergruppen sind:

Auguste Bonal (Todesmarschopfer, Zwangsarbeiter, Franzose)

Mirtek Grabowski (Zwangsarbeiter, Pole)

Franz Klauser (Homosexueller)

Hermann Levinger (Suizidant)

Karl Rueff (T4-Opfer)

Ravensburger Sinti vom Ummenwinkel

Austellungorte

Weingarten Schulkunstausstellung Kornhaussaal: 09.11. - 16.11.2015

Weingarten Hauptausstellung Akademie: 29.01. - 15.02.2016

Laupheim: 15.09. - 09.10.2016

Mannheim: 20.10. - 04.12.2016

Dresden: 05.04. - 18.05.2017

Vorarlberg: 03.10. - 31.10.2017 (Eröffnung 02.10.)

Albstadt/Lautlingen: November bis Dezember 2017

Weimar: 27.01. - 08.04.2018 (Eröffnung 26.01.)

DENKStättenkuratorium
NS-Dokumentation
Oberschwaben

Prof. Dr. W. Marcus, Beauftragter
f. d. Denkstättensekretariat
Briachstr. 10, 88250 Weingarten

Tel.: 0751/560838-0
Fax: 0751/560838-14
E-Mail: info@dsk-nsdoku-oberschwaben.de
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