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Stolpersteine für die Geschwister Haßler

Leutkirch: Am Gänsbühl 7

Am Gänsbühl 7 erinnern seit Juli 2011 zwei „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig an die „Euthanasieopfer“ Emilie und Johanna Regina Haßler.

In dem kleinen Haus, das direkt an das Gebäude „Bock“ angebaut ist, lebte der Leutkircher Schuhmacher Fritz Haßler mit seiner Familie. Die Familie Haßler hatte fünf Kinder. Zwei Töchter, die 1913 geborene Emilie und die 1918 geborene Johanna Regina kamen wegen ihrer geistigen Behinderung in die evangelische Heil- und Pflegeanstalt Stetten. Von dort wurden sie 1940 nach Grafeneck deportiert. Von Stetten aus fanden im September 1940 insgesamt drei Deportationen statt: am 10., am 13. und am 18. September. An welchem der drei Deportationstage die beiden Frauen nach Grafeneck gebracht wurden, ist nicht bekannt.

Nach der Ankunft in Grafeneck wurden die beiden jungen Frauen im Rahmen der so genannten „Aktion T 4“ mit Giftgas ermordet.

Text: N. Siegloch

 

Literatur: Das Erinnern ist unsere Verantwortung – Das Schicksal der Leutkircher Familien Gollowitsch und Haßler. Hrsg. von Initiativkreis „Orte des Erinnerns“. Leutkirch 2011.

Download der Gesamtbroschüren

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